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Soft Skills, Promotion, LL.M. oder Berufserfahrung – Welche Weiterbildung fördert den Karrierestart?

Gesprächsführung, Rhetorik und (Selbst)Präsentation – dies sind nur einige Soft Skills, die ein Jurist beherrschen muss. Daneben gibt es eine Fülle an anderen Kursen, die einem jungen Juristen über den Tellerrand schauen lassen, und beispielsweise mit einem „Wirtschaftszertifikat“ oder einem „Gesundheitszertifikat“ belohnt werden. Dennoch sind entsprechende Kurse weder während des Studiums noch während des Referendariats verpflichtend. Gerade deshalb lässt sich beim künftigen Arbeitgeber mit solchen nachweisbaren Soft Skills punkten. Gleiches gilt für die größeren und langwierigen Projekte Doktortitel und LL.M., die durchaus einen Karriere-Booster bedeuten.

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Soft Skills – Schlüsselqualifikationen als Weiterbildung

Schlüsselqualifikationen sind über die fachspezifische Qualifikation hinausgehende persönliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die der Bewältigung von sich laufend verändernden Anforderungen des Berufslebens dienen (sogenannte Soft Skills). Für Juristen zählen dazu etwa die Gesprächsführung und Rhetorik, Mediation und Streitschlichtung, Vernehmungslehre und das Verhandlungsmanagement (Moot Court). An einigen Universitäten lassen sich auch fachübergreifende „Zertifikate“ zur Weiterbildung erwerben, beispielsweise das „Wirtschaftszertifikat“ (BWL) oder das „Gesundheitszertifikat“ (Rechtsmedizin). Der Erwerb dieser Schlüsselqualifikationen ist in den Juristenausbildungsgesetzen der Länder zwar vorgesehen, aber nicht verpflichtend. Wer es also versäumt hat, solche Kurse während des Jurastudiums zu besuchen, hat in aller Regel die Möglichkeit, dies im Referendariat nachzuholen. Dort gibt es meist entsprechende Kurse, die zum Teil auch als mehrtägige Arbeitstagung angeboten werden. Allerdings sind auch diese Kurse nicht verpflichtend. Deshalb zeugt der nachweisliche Besuch solcher Kurse von Eigeninitiative und Motivation, was zusätzlich zum erlernten Soft Skill für Pluspunkte beim künftigen Arbeitgeber führen dürfte.

JurCase informiert:

Freilich gehört auch der Fachanwalt als Fortbildung in diese Rubrik. Der Erwerb des Fachanwalttitels kann zwangslogisch erst dann erfolgen, wenn der Weg als Rechtsanwalt bereits bestritten wurde. Erfahre deshalb alles zum Fachanwalt in unserem Karrieremagazin auf JurCase Jobs: https://jurcase-jobs.com/karrieremagazin.

Alle Beiträge zu den Schlüsselqualifikationen, die deinen Karrierestart beflügeln

Die Promotion – der Weg zum „Dr. jur.” nach dem Ersten Staatsexamen

Der akademische Weg steht jedem offen, der erfolgreich die Erste Juristische Prüfung abgelegt hat. Deshalb dient die Promotion nicht nur einer Weiterbildung, sondern sie kann zudem als Alternative zum Referendariat in Betracht gezogen werden. Wie die Großkanzleien verlangen ebenfalls die meisten Institute und Lehrstühle von den Bewerbern um eine Promotionsstelle bereits eine vollbefriedigende Examensnote. Erfüllst du aber die Voraussetzungen und hast es nicht zu eilig mit dem Zweiten Staatsexamen, lohnt es sich, über die Promotion nachzudenken. Diese ermöglicht es außerdem, später eine Professur anzustreben, sollte eine akademische Karriere das Ziel sein. Aber auch unabhängig davon ist ein Doktortitel in jeder juristischen Karriere ein Vorteil, denn in Großkanzleien und großen Bundesbehörden sowie internationalen Organisationen ist eine Promotion ebenfalls sehr angesehen und kann dich direkt in die engere Auswahl nach einer Bewerbung platzieren.

JurCase informiert:

Die Promotion bewirkt ein so hohes Ansehen, da es sich hierbei um ein sehr langwieriges und aufwendiges Projekt handelt. Deshalb ist in jedem Fall ein gewisses Grundinteresse notwendig, und zwar hinsichtlich der Promotion an sich und bezüglich des Promotionsthemas. Daneben muss beim Doktoranden viel Ausdauer und Belastbarkeit gegeben sein. Diese Eigenschaften spiegeln sich dafür freilich im sodann erfolgreich erworbenen Doktortitel wider. Nicht zuletzt deshalb bevorzugen viele Kanzleien Juristen mit einem solchen Titel.

Alle Beiträge zur Promotion vor oder nach dem Referendariat

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Gewusst Promotion

LL.M. oder Doktortitel?

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Die LL.M. -Programme – der Weg zum Legum Magister („Master of Laws“)

Einen ähnlichen Karriere-Booster stellen die LL.M.-Programme dar. Hierbei handelt es sich um einen international anerkannten juristischen Master-Abschluss, der regelmäßig auf Englisch erfolgt und von einer internationalen Ausrichtung der eigenen Jurakenntnisse sowie guten fremdsprachlichen Kenntnissen zeugt. Daneben bietet der Weg zum Master of Laws Auslandserfahrung, die als Weiterbildung in jedem Lebenslauf gerne gesehen wird. Dieser Titel wird deswegen vor allem in international tätigen Großkanzleien besonders angesehen. Allerdings bedarf es für den LL.M. einer erhöhten Vorbereitungszeit, und dies nicht nur aufgrund der längeren Bewerbungsphasen, wozu auch ein Sprachtest gehört. Der LL.M.-Kandidat muss sich ferner selbstständig um eine Unterkunft im jeweiligen Ausland kümmern, sich entsprechend versichern, ausreichend Gepäck für ein Jahr einplanen und vieles mehr. Insgesamt ist hierbei also einiges zu beachten.

JurCase informiert:

Dafür fällt einem deutschen LL.M.-Kandidaten dieser Abschluss – im Vergleich zum einheimischen Jurastudium – häufig gar nicht so schwer, und zwar obwohl man sich zunächst in aller Regel ein anderes Rechtssystem einarbeiten muss – dem Common Law (dem Gewohnheitsrecht). Aber gerade diese Kenntnisse bereiten mit dem Erwerb des LL.M. eine oder andere berufliche Möglichkeit.

Alle Beiträge zum LL.M. vor oder nach dem Referendariat

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Berufserfahrung nach der Ersten Juristischen Prüfung

Eine Alternative zu Promotion und LL.M. bietet letztlich aber auch eine Pause von Lernen und Klausuren, die stattdessen durch eine praktische juristische Tätigkeit geprägt ist. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn kein klassischer juristischer Beruf wie Rechtsanwalt oder Richter angestrebt wird. Möglichkeiten sind dabei internationale Organisationen und der diplomatische Dienst, die gerade kein bestandenes Zweites Staatsexamen verlangen und bei denen eine sehr hohe Examensnote nicht im Mittelpunkt der Auswahl steht, sondern die eigenen Fähigkeiten, die man im Rahmen des Auswahlverfahrens beweist. Wer wollte nicht schon immer einmal Botschafter oder Diplomat sein, fremde Länder bereisen und fremde Kulturen kennenlernen. Alternativ stehen die Türen offen zu internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen [UN] und ihren Suborganisationen oder der Europäischen Union [EU]. Dort stehen eher das Erstellen von Gutachten und die Rechtsvergleichung und -fortbildung im Vordergrund, und nicht Mandantentreffen und Rechtsanwendung.

Einen gänzlich anderen Weg können geschäftstüchtige Jungjuristen bestreiten, und zwar in der Business-Welt in einem Unternehmen (und dort nicht notwendigerweise als Unternehmensjurist). Da zahlreiche Unternehmen für ihre freien höheren Posten nach Menschen mit wirtschaftlicher oder juristischer Ausbildung suchen (und der Arbeitsmarkt derzeit mit den ersteren ziemlich überflutet ist), stehen die Chancen gut, dass man auch mit weniger Erfahrung an einer ziemlich guten Stelle bei einem Unternehmen anfangen und dann karriereweise hochklettern kann. Volljuristen mit bestandenem Zweitem Staatsexamen haben zwar grundsätzlich bessere Chancen, diese werden gemeinhin aber in einer Kanzlei oder am Gericht arbeiten wollen.

JurCase informiert:

Vor allem bei den internationalen Organisationen, muss sich der Kandidat auf ein mehrstufiges, nicht leichtes Auswahlverfahren vorbereiten. Ein gutes Allgemeinwissen ist dort genau wie die Beherrschung einiger Fremdsprachen unerlässlich. Allerdings ist Jura ein außergewöhnlich fachübergreifender Studiengang, der einen guten Überblick über viele Lebensbereiche verschafft, was bei den Berufen mit internationaler Ausrichtung immer gefragt ist. Hinzu kommt noch, dass ein Juraabschluss noch ein gewisses Gewicht mit sich trägt, welchem sich die jeweiligen Stellen auch bewusst sind und welches sie deshalb stark in einem Auswahlverfahren bewerten.

Alle Beiträge zu alternativen Wegen vor dem Referendariat

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