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Referendariat

Der Arbeitsalltag als Rechtsreferendar

By 22. November 2017Oktober 12th, 2023No Comments
Verwaltungsstation

Der Arbeitsalltag als Rechtsreferendar

In den letzten Tagen wurde mir von vielen Kollegen, die noch studieren, die Frage gestellt, wie nun mein Arbeitsalltag als Rechtsreferendar aussieht und was im Referendariat wohl auf sie zukommen mag.

Dazu muss ich vorab sagen, dass ich mich momentan in der Verwaltungsstation im Polizeipräsidium befinde (hier mein Blogbeitrag dazu).

Daher habe ich mich mal entschlossen, einen kurzen Beitrag über meinen typischen Alltag zu schreiben.

Von den Freiheiten des Studentenlebens

Natürlich war mir spätestens mit der Entgegennahme der Aufnahmeurkunde klar, dass das schöne Studentenleben inkl. Partydonnerstage nun ein Ende hat. Zwar besteht noch ein gewisser Rahmen eigenständiger Selbstorganisation, allerdings hat das mit dem freien Studentenleben, das man kennt, leider nichts mehr zu tun. Erstmals nach Jahren musste ich wieder feststellen, dass es sowas wie „Anwesenheitspflichten“ gibt. Das bedeutet: kein langes Ausschlafen und keine Nachtschichten mehr am Schreibtisch. Gerade für mich als Nachteule war die Umstellung daher erstmal etwas schwierig. Aber dafür hat uns die Natur ja auch die Kaffeebohne geschenkt 😉

An dieser Stelle sei gesagt, dass daher die Organisation eurer Arbeitswoche umso wichtiger wird, da ihr nunmehr noch weniger frei einteilbare Zeit habt, die es auch gut zu nutzen gilt!

Ein ganz normaler Tag

So sieht mein typischer Alltag (mal mit und mal ohne AG-Tag) im Referendariat aus (Verwaltungsstation):

An AG-freien Tagen (1x die Woche hat man bei uns die Arbeitsgemeinschaft) geht der Tag um 7 Uhr mit dem Aufstehen los. Im Polizeipräsidium beginnt mein Arbeitsalltag in der Regel um 9 Uhr, wobei ich nicht punktgenau erscheinen muss (gut für Leute, die auch ständig Zugverspätungen in Kauf nehmen müssen 😉 ).

Dort erledige ich meine Aufgaben bis ca. 14.30 Uhr /15.00 Uhr. Wenn mal nicht so viel anfällt, habe ich auch immer ein Skript oder meine AG- Unterlagen zum Nacharbeiten dabei.

Um 16 Uhr bin ich spätestens Zuhause. Wenn noch unbearbeitete Dinge auf dem Schreibtisch liegen (daher der Arbeitsplan!), arbeite ich diese bis ca. 18 Uhr ab. Das kann mal ein Fall aus der AG zum Nacharbeiten/Vorarbeiten oder einfach ein Kapitel aus dem Skript sein.

Habe ich jedoch meine Zeit bei der Verwaltung schon dafür genutzt, gehe ich auch regelmäßig zum Sport. Keine Sorge, die eine Stunde Zeit werdet ihr trotz allem Arbeitsaufwand noch haben und die solltet ihr euch auch wirklich nehmen.

Um spätestens 20 Uhr schalte ich dann ab und packe meine Tasche für den nächsten Tag und lege mir alles zurecht, was ich brauche.

Bei AG- Tagen startet der Tag um 8.30 Uhr mit der ersten AG-Einheit. Um 11 Uhr wird eine 30-minütige Frühstückspause gemacht, sodass schließlich um 13.30/14.00 Uhr die AG bei uns endet, wenn wir denn mit dem Stoff durchkommen.

Organisation ist Alles

Das Lernpensum mag dem ein oder anderen jetzt nicht viel vorkommen, allerdings bringt eben das Referendariat den Nachteil, dass man die bereits erwähnten Anwesenheitspflichten hat. Dabei muss umso effektiver gearbeitet werden (ohne Handy und ohne große Kaffeepausen). Ich finde das aber nach eigener Erfahrung machbar, solange man nicht in der „heißen Examensphase“ ist. Wie ihr vielleicht schon gehört habt, gibt es in der Anwaltsstation dann die Möglichkeit „abzutauchen“, sodass dann der Endspurt eingelegt werden kann.

Wenn ihr eure Woche diszipliniert durchplant, werdet ihr also das Lernpensum schaffen, ohne dabei große Lücken zu bekommen. Examensklausuren würde ich ebenfalls so früh wie möglich schreiben, auch wenn ihr meint, noch nicht viel zu wissen. Ich habe mir dafür den Sonntag gewählt, da ich den Samstag lieber komplett frei mache.

Manchmal schaut man sich die Kollegen in der Uni an und denkt mit einem weinenden Auge an die „unbeschwerte“ Unizeit zurück, aber umso motivierter wird man, wenn man weiß, dass dies die letzte Hürde bis zum langersehnten Berufsziel ist.

Keep on going!

– Sinan

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Beitragsautor:

Sinan Akcakaya

Sinan Akcakaya

Sinan schrieb für JurCase zunächst über seine Erfahrungen im juristischen Vorbereitungsdienst und sodann über das Assessorexamen. Seine letzten Beiträge für uns befassen sich hingegen mit dem Karrierebeginn junger Volljuristen.

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