ErfahrungsberichteReferendariatSvenja

Dienstantritt – der erste Tag im Referendariat

Dienstantritt – der erste Tag im Referendariat

Das Kennenlernen

9 Uhr an einem Montag im April: Alle Referendare, einschließlich mir, fanden sich im Landgericht ein. Es war ein bisschen so wie damals in der 5. Klasse, überall neue Gesichter und keiner weiß, was vor einem liegt. Wir haben uns erst einmal alle vorgestellt und erzählt woher wir kommen (das war ein guter Zeitpunkt, um schon einmal die ersten Fahrgemeinschaften zu bilden).
Unsere Gruppe besteht aus insgesamt 24 Leuten, davon 22 Mädels.
Ich fand es ganz schön, mal wieder neue Gesichter zu sehen und neue Leute kennen zu lernen – vor allem gefällt mir das „Schulklassenfeeling“. Da ich mein Referendariat nicht in derselben Stadt mache, in der ich auch studiert habe, und meine Freunde nach ihrem Examen alle unterschiedliche Wege gegangen sind oder noch gehen werden, kenne ich auch kaum jemanden. Mein Studienort liegt allerdings nicht weit entfernt, sodass auch ein paar Leute von dort kommen – bei einer so großen Uni kennt man dann allerdings trotzdem nicht jeden.

Dienstantritt

Der offizielle Dienstantritt bestand darin, alle unsere Unterlagen, die wir zuvor per Post bekommen haben (Personalbogen, Fragebogen zur Krankenversicherung etc.) bei der Referendarstelle abzugeben.
Danach erhofften wir uns eigentlich eine kleine Einführung – dem war aber nicht so. Bis zum Beginn der AG um 13 Uhr hatten wir dann also erst einmal frei (so kann es von mir aus gerne weiter gehen).
Wir sind dann alle Kaffeetrinken gegangen und hatten so ein wenig Zeit, uns näher kennenzulernen, und schon haben sich auch die ersten „Grüppchen“ gebildet.

Die erste AG

Kurz vor der AG haben wir dann doch noch unsere erhoffte Einführung bekommen und uns wurde erzählt wie wir unsere Fahrtkosten abrechnen, Urlaub beantragen etc.
Die Fahrtkosten zur AG bekommt jeder erstattet, der sein Ausbildungsgericht nicht am AG-Ort hat. Hier werden einem sowohl Zugtickets erstattet, als auch die Fahrt mit dem Auto. Soweit ich weiß, kann man zum Beispiel auch eine Bahncard günstiger erwerben, wenn man mit dem Zug fährt. Da ich jedoch mit dem Auto fahre, kenne ich mich hier nicht so aus.
Zum Urlaub komme ich in einem späteren Post nochmal zurück.
Bevor es dann so richtig losging, hat jeder von uns noch eine Urkunde mit der Bestellung zum Referendar bzw. zur Referendarin bekommen.
Danach begann auch schon die AG. Unser Richter, der die AG leitet, ist wirklich total nett. Er war früher Richter am Landgericht und hält jetzt nur noch die AG’s, und das auch schon seit längerer Zeit. Wir haben am ersten Tag dann nur noch die Verfahrensgrundsätze und andere Grundlagen wiederholt, es war also ein sehr sanfter Einstieg. Gegen 15 Uhr war der erste Tag auch schon vorbei.
Die nächsten zwei Wochen habe ich jetzt einen Einführungslehrgang. Da finden die AG’s dreimal pro Woche von 9 bis ca. 14:30 statt. Die Tage und Zeiten variieren allerdings von Gericht zu Gericht. Da ich an einem Gericht bin, zu dem viele Leute pendeln, haben wir weniger AG-Tage, dafür aber „ganztags“ (wenn man 14:30 ganztags nennen kann). In größeren Städten sind die AG’s wohl häufiger, dafür aber jeweils nur bis mittags.
Nach dem Einführungslehrgang habe ich nur noch circa 1-2 mal pro Woche AG, dafür muss ich dann aber zusätzlich noch zum Gericht.

Fazit

Der erste Tag war für mich sehr spannend und ich habe gemerkt, dass doch nicht alles so streng ist, wie man es sich im Vorhinein vorstellt. Ich finde ich habe eine sehr gute AG-Gruppe und kann auch mit meinem AG-Leiter mehr als zufrieden sein.
Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf meine Zeit als Referendarin!

Bis zum nächsten Mal

Eure Svenja
– Referendarin aus Bayern

 

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