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3 Tipps zur mentalen Prüfungsvorbereitung für das juristische Staatsexamen

By 16. März 2017 No Comments
Was passiert eigentlich nach dem ersten juristischen Staatsexamen?

Keine Panik – Tipps zur mentalen Prüfungsvorbereitung

 

Vor dem eigentlichen Schreiben der Klausuren steht ­– zumindest für die Meisten­ – das Lernen. Dabei ist es oft schwer, nicht in Panik zu geraten. Sätze wie „Diesen Streitstand kenne ich noch gar nicht“ oder „Auf dem Gebiet habe ich noch Lücken“ sind dabei noch die harmloseren Gedanken.

Hinzu kommen Gerüchte aus dem Kreise der Kommilitonen und die Gewissheit, nie Alles zu wissen. Dennoch gibt es Mittel und Wege, der Aufregung und der Angst vor der Klausur entgegenzuwirken. Im Folgenden haben wir einige Tipps und Anregungen zur Stressbewältigung zusammengefasst.

 

1. Schreiben Sie so viele Übungsklausuren wie möglich!

Egal, ob Sie sich mit Hilfe eines Repetitoriums auf das Examen vorbereiten oder lieber individuelle Vorbereitungen treffen, nutzen Sie wenn möglich jedes Angebot unter möglichst realistischen Bedingungen Klausuren zu schreiben. Zum einen gilt auch hier „learning by doing“, da Sie Routine beim Schreiben und bei der Zeiteinteilung bekommen. Zum anderen nähern Sie sich so dem jeweiligen Problemfeld unter Klausurbedingungen und sehen, wie Sie mit vielleicht noch unbekannten Konstellationen umgehen. Für die „echten“ Klausuren haben die so gewonnenen Erfahrungen einen unschätzbaren Wert.

Nach den Klausuren gilt: „Manöverkritik“. Das bedeutet, werten Sie die geschriebenen Klausuren aus. Wo lagen die Fehler? Wie ging die Musterlösung mit den Problemen um? Haben Sie etwas nicht verstanden, schauen Sie sich eben dieses Problem noch einmal im Lehrbuch an. So schließen Sie effektiv Lücken und das gibt Sicherheit.

 

2. Werden Sie kein Zombie!

Auch wenn es fast schon „angesagt“ ist und einen heroischen Anstrich hat sich während der Examensvorbereitung einzuschließen und/oder nur noch in einer Fachbibliothek zu leben – sinnvoll ist dies selten.

Besser ist es, sich regelmäßig einen vernünftigen und realistischen Plan zu machen und diesen konsequent abzuarbeiten. Ein solcher Plan sollte auch Zeit für die Pflege sozialer und/oder familiärer Kontakte oder für Hobbies lassen.

Der Hintergrund dieser Empfehlung ist ganz einfach. Wer nur in seinem „stillen Kämmerlein“ hockt, kann sich schnell in Ängste hineinsteigern. Ablenkung ist dabei ein gutes Heilmittel.

 

3. Das richtige „Mindset“…

Sicher, das – möglichst erfolgreiche – Bestehen der Examina ist für das berufliche Fortkommen wichtig. Allerdings führt ein zu starker Fokus auf das angestrebte Ergebnis nicht selten zu einem intellektuellen und sogar körperlichen Verkrampfen.

Ähnlich wie bei einem Marathonläufer gilt es jedoch, dies unbedingt zu vermeiden.

Ein Weg zur Vermeidung dieser unerwünschten Nebeneffekte ist die richtige Herangehensweise oder das richtige „Mindset“. Vergegenwärtigen Sie sich, dass das Bestehen der Examina nicht unmöglich ist. Schaffen Sie sich ein solides Selbstbewusstsein, indem Sie beispielsweise viele (Übungs-)Klausuren unter realistischen Bedingungen schreiben und bestehen. Gehen Sie darüber hinaus positiv an Probleme heran! Zu schnell heißt es „Oh nein, dieses Problem kenne ich nicht“. Sehen Sie Probleme eher als Herausforderungen, denen es mit Systemverständnis und einem Blick in das Gesetz zu begegnen gilt. Dann blockieren Sie sich nicht selbst, sondern können Ihr volles Potential ausschöpfen.