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Gewusst

Wenn im Studium alles zu viel wird

By 30. Juni 2020April 12th, 2022No Comments

Wenn im Studium alles zu viel wird

Psychische Unterstützung im Studium

Das Jurastudium ist phasenweise durchaus stressig. Stress kann von außen kommen oder in einem selbst entstehen. Stehen die Semesterabschlussklausuren an, muss viel gelernt werden. In der Regel gibt es keinen Zweittermin, die Klausur kann frühestens im nächsten Semester absolviert werden. An vielen Unis gibt es eine Frist, in der man die Zwischenprüfung schaffen muss. Am Ende lernt man für das Staatsexamen. Besteht man es nicht, hat man keinen Abschluss von der Uni. Ganz schön viel Druck, oder?

Warum entsteht Stress im Studium?

Das es in einem Studium phasenweise zu Stress und auch mal Überlastung kommt, ist normal. Es ist auch ganz natürlich, zu scheitern. Ich kenne keine einzige Person, die durch das Jurastudium marschiert ist, ohne mal eine Klausur oder eine Hausarbeit in den Sand gesetzt zu haben. Stress kann auch ein Antrieb sein, endlich mit dem Lernen anzufangen oder die letzten Zeilen der Hausarbeit zu beenden. Spätestens in der Examensvorbereitung muss man jedoch darauf achten, dass man nicht zwei Jahre unter Dauerstress steht. Es ist hierbei wichtig, auch mal zu entschleunigen und zu entspannen.

Damit meine ich nicht einen 4-wöchigen Malediven Urlaub. Vielmehr das Schaumbad am Abend, ein gutes Buch zu lesen oder mit Freunden zu kochen. Du musst dir einen Ausgleich schaffen. Ansonsten kann Stress auch krank machen und deine Leistungsfähigkeit mindern. Am Ende sollte niemand aus dem Examen kommen und ausgebrannt sein. Natürlich ist man erschöpft und erleichtert, aber man sollte sich immer vor Augen halten, dass es im Leben auch noch andere Dinge neben dem Staatsexamen gibt. Der alte Spruch „ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“ ist hier das A und O.

Neben dem Studium müssen meistens noch einige andere Dinge wie der Nebenjob, die Familie oder die Beziehung jongliert werden. Dabei ist das Jurastudium in der Examensvorbereitung wie ein Vollzeitjob. Es ist sinnvoll, diesen auch als einen Job mit festen Arbeitszeiten anzusehen und nach Feierabend sich mit anderen Dingen auseinanderzusetzen. Ansonsten nimmt der Stress schnell überhand!

Hier gibt es Unterstützung

Unterstützung bekommst du hoffentlich in erster Linie von deiner Familie. Aber auch Freund*innen, Mitbewohner*innen oder Partner*in können eine wertvolle Unterstützung für dich sein. Oftmals verstehen sie vielleicht den Druck (gerade vor dem Examen) nicht. Daher nimm dir doch die Zeit und erkläre deinen Liebsten genau, warum das Examen gerade so wichtig für dich ist. Dann bekommst du sicherlich den (emotionalen) Rückhalt, den du brauchst.

Hoffentlich bekommst du auch Unterstützung auf deiner Arbeit, falls du einen Nebenjob hast. Oftmals kann man in der Klausurwoche mit der Schicht aussetzen oder vor dem Examen die Stunden herunterfahren. Auch hier ist Kommunikation das Wichtigste.

Falls du an einem Punkt bist, an dem du Hilfe von einer neutralen Stelle brauchst, kannst du dich an die Studienberatung deiner Fakultät oder Uni wenden. Dort hilft man dir gerne bei der Planung deines weiteren Studiums und kann dir auch Auskunft über Finanzierungsmöglichkeiten geben.

Bist du doch an einem Punkt, an dem du mehr Hilfe brauchst, kannst du dich an die Psychosoziale Beratungsstelle deiner Uni wenden. Dort gibt es Kurse zum Stressmanagement und auch die Möglichkeit für ein Einzelgespräch. Die Mitarbeitenden dort können dir auch Adressen von Psycholog*innen geben, falls du diese benötigst. Du kannst aber oft auch im Rahmen der Uni-Beratung an Einzel- oder Gruppengesprächen teilnehmen- Es gibt zahlreiche Anlaufstellen und Hilfestellungen für dich während des Studiums. Du musst durch keine Probleme oder Krisen alleine gehen.

Meine besten Anti-Stress Tipps

Gegen Stress hat mir am besten geholfen einen Spaziergang zu machen oder mich beim Sport auszupowern. Außerdem habe ich gerne ein (nicht juristisches) Buch gelesen oder Zeit mit Freundinnen und Freunden verbracht. Zwischendurch, wenn ich das Gefühl hatte, dass mein Kopf überfüllt war, habe ich einen jurafreien Tag verbracht mit etwas, dass mir Freude macht. Ich habe mit meiner Familie telefoniert oder einfach Zeit mit mir selbst verbracht, ohne zu lernen. Außerdem habe ich mir klar gemacht, dass mein Leben auch weitergehen wird, wenn ich die Klausur nicht bestehe. Es wird weitergehen, wenn ich im Staatsexamen nicht direkt beim ersten Versuch meine Traumnote erreiche. Das ist schwer, das weiß ich zu gut. Aber es ist auch wahr. Es gibt immer einen Weg und immer eine Lösung, auch wenn Plan B nicht so attraktiv ist wie dein Plan A.

Darum solltest du Hilfe annehmen

Am Ende sollte dir das Jurastudium Spaß machen und dich erfüllen. Das Studium sollte dich nicht ausbrennen oder dir Angst und Panik bereiten. Es gibt immer Möglichkeiten, das Studium erfolgreich zu beenden und sich durch schwierige Phasen zu kämpfen. Am Wichtigsten ist, dass du über deine Sorgen und Ängste sprichst. Entweder mit Personen, die dir nahestehen, oder mit professionellen Helfern. Solche Gedanken sind normal und nichts, wofür man sich schämen muss. Mit Stress und Druck geht jeder Mensch anders um. Schlussendlich ist deine körperliche und geistige Gesundheit wichtiger als deine Regelstudienzeit oder deine Examensnote. Lasse diese daher nicht auf deinem Weg durch das Jurastudium zurück.

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Beitragsautor:

Lisa-Marie Schuchardt

Lisa-Marie Schuchardt

Lisa-Marie absolvierte nach ihrem Jurastudium ein Auslandsstudium in Aberdeen für den Master of Laws (LL.M.). Zu Beginn ihrer Tätigkeit bei uns schrieb sie hauptsächlich über das Studium. Im Anschluss dessen berichtete sie von ihrem Masterstudium. Außerdem leistete sie einen maßgeblichen Beitrag für unsere #Gewusst-Reihe.

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