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Meine Entscheidung für ein LL.M.-Studium in Schottland

By 23. Januar 2018 Januar 21st, 2020 No Comments
Charlotte Erfahrungsberichte Referendariat

Meine Entscheidung für ein LL.M.-Studium in Schottland

 Einen Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums oder im Anschluss an die Erste Juristische Prüfung zu planen, kann viel Zeit erfordern und ist mit vielen organisatorischen Fragen verbunden. Gleich zu Beginn kann die Fülle an Angeboten die Auswahl des richtigen Studienprogramms erschweren. Wie ich an die Entscheidung zu meinem Studium in Schottland herangegangen bin, erfahrt ihr hier:

 Die University of Glasgow: drei Fliegen mit einem Streich

Die Entscheidung für ein Auslandsstudium beziehungsweise einen LL.M. fiel bei mir schon früh während des Jurastudiums. Weltweit werden unzählige LL.M.-Programme angeboten. Um die passende Uni und das passende Programm zu finden, sollte man sich vor allem klar machen, wo die eigenen Prioritäten liegen: Neigung für ein besonderes Land oder eine besondere Stadt, ein bestimmtes inhaltliches Studienprogramm oder möglichst hohes Prestige? Besonders viel Prestige haftet natürlich einem Studium in Oxford oder Cambridge sowie Programmen an einer Ivy League-Universität in den USA, etwa Harvard oder Stanford, an. Entsprechend schwierig ist es allerdings auch, einen der hart umkämpften Studienplätze zu ergattern. Hinzu kommen aus deutscher Sicht vor allem in den USA zum Teil horrende Studiengebühren. Für mich bedeutete die Entscheidung für eine Kombination von LL.M. und Schwerpunktstudium automatisch, dass ich nach Glasgow gehen würde, da sie auf einer speziellen Kooperation der University of Glasgow und der Universität Mainz beruht, zumal ich vor dem ersten Examen meinen Auslandsschwerpunkt absolvieren wollte und die Glasgower Universität wegen besagter Zusammenarbeit das erfolgreich absolvierte Hauptstudium als Zulassungsvoraussetzung für ein LL.M.-Studium anerkennt. Da ich aber ohnehin seit vielen Jahren Schottland-Fan bin, ist diese Kooperation eine besonders glückliche Fügung für mich und entspricht genau meiner Neigung. Damit hatte ich mich auch dagegen entschieden, mein Glück in Oxford und Co. zu versuchen, da Glasgow für mich drei Fliegen mit einem Streich bedeutete: Schwerpunktstudium, LL.M.-Abschluss und ein von mir favorisiertes Zielland. Letztendlich musste ich mich dann allerdings noch für eines der sieben spezialisierten LL.M.-Programme entscheiden.

Meine Entscheidung: LL.M. International Commercial Law an der University of Glasgow

Die inhaltliche Ausrichtung des Masterstudiums kann bereits bei der Suche nach der richtigen Universität eine entscheidende Rolle spielen. Die meisten LL.M.-Studiengänge sind auf eine bestimmte Spezialisierung fokussiert, die von EU- und International Law über Corporate Law und Competition Law bis zu Intellectual Property Law, Environmental Law oder Family Law reichen. Daneben gibt es LL.M.-Abschlüsse, die ein bestimmtes Rechtssystem zum Inhalt haben, beispielsweise der USA oder des UK. Möchte man sich auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisieren, das unter Umständen nicht überall angeboten wird, schränkt dies die Auswahl der Universitäten natürlich ein. In jedem Fall sollte man sich im Vorfeld die angebotenen Programme an den in Frage kommenden Universitäten genau anschauen. Ich habe mir vor der Bewerbung an der University of Glasgow überlegt, welchen Schwerpunkt ich an meiner Heimatuniversität in Mainz gewählt hätte – Kartell- und Wettbewerbsrecht in Kombination mit Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht –, und dann diejenigen Programme in die nähere Auswahl genommen, welche dem am nächsten kommen. In Glasgow sind das im akademischen Jahr 2017/18 gleich drei Programme: Corporate & Financial Law, International Commercial Law und International Competition Law & Policy. Ich habe mich letztendlich für International Commercial Law entschieden, weil ich mir hier meine persönlichen Rosinen aus allen drei in Frage kommenden Studiengängen herauspicken und zusätzlich wirtschaftsrechtliche Veranstaltungen, beispielsweise zu International Investment Law, besuchen kann. Dementsprechend sieht mein Stundenplan sowohl kartell-, wettbewerbs- und gesellschaftsrechtliche als auch wirtschaftsrechtliche Veranstaltungen vor, die allesamt einen internationalen inhaltlichen Schwerpunkt haben und sich nicht nur auf ein Rechtssystem beschränken – für mich die perfekte Kombination.

Fazit: Die Entscheidung für ein bestimmtes LL.M.-Programm hängt von den eigenen Präferenzen und Prioritäten ab. In jedem Fall sollte man sich ausgiebig über die einzelnen Spezialisierungen und Studiengänge der in Frage kommenden Universitäten informieren, um das ideale Programm für die eigene Karriereplanung zu finden.

Viele Grüße,
Eure Charlotte

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