Das zweite Staatsexamen in Thüringen

Die schriftlichen Klausuren in Thüringen

Die Examensklausuren für das zweite Staatsexamen werden in Thüringen nur an zwei Monaten geschrieben. Insgesamt müssen im Juni und Dezember acht fünfstündige Klausuren geschrieben werden. Die Aufgaben unterteilen sich in:

  • 3 Zivilrechtklausuren aus dem Zivilrecht
  • 2 Strafrechtklausur  Strafrecht
  • 2 Öffentliches Recht-Klausuren aus dem Öffentlichen Recht
  • 1 Klausur (Strafrecht, Zivilrecht oder Ö-Recht) – Die Aufgabe wird vom Prüfungsamt bekannt gegeben.

Die ausführlichen Inhalte zu den Klausuren und weitere interessante Informationen zu den Lerninhalten kann man unserem Leitfaden für das Referendariat in Thüringen entnehmen.

Um die acht Klausuren des Assessorexamens lösen zu können, werden 6 zugelassene Examenskommentare benötigt. Die Gesetzeskommentare von Otto Palandt zum BGB, Thomas/Putzo zur ZPO, Fischer zum StGB, Meyer-Goßner/Schmitt zur StPO, Kopp/Schenke zum VwGO und Kopp/Ramsauer zum VwVfG werden in der Hilfsmittelverordnung des Justizministeriums Thüringen für die Klausuren des zweiten Staatsexamens vorgeschrieben und müssen sich in der aktuellsten Auflage befinden. Aus diesem Grund sollte man sich schon recht früh über die Beschaffung der teuren Hilfsmittel Gedanken machen. Das JurCase Hilfsmittelangebot bietet alle zugelassenen Kommentare für Thüringen zur kostengünstigen Miete an.

Mündliche Prüfung in Thüringen

Nach der dreimonatigen Wahlstation werden alle Referendare zur Mündlichen Prüfung im November oder im Mai geladen, die die schriftlichen Klausuren mit einem Gesamtdurchschnitt von 3,75 Punkten und in mindestens vier Aufsichtsarbeiten die Punktzahl 4,0 oder mehr erhalten haben. Die Ladung erfolgt kurzfristig ca. 10 Tage vor der eigentlichen Prüfung. Die Mündliche Prüfung gliedert sich in den Aktenvortrag und in das nachfolgende Prüfungsgespräch.

Der Inhalt des Aktenvortrags richtet sich nach dem gewählten Schwerpunktbereich (Arbeits- und Sozialrecht, Wirtschafts- und Finanzwesen oder Internationales und Europäisches Recht). Für alle Kandidaten gilt die gleiche Vorbereitungsprozedur. Die Prüfung wird in der Regel mit vier Prüflingen durchgeführt. Jeder Teilnehmer hat für seinen Aktenvortrag eine 90-minütige Vorbereitungszeit. Der Aktenauszug umfasst ca. 10-17 Seiten und der Vortrag darf nicht länger als 10 Minuten dauern. Im Zweiten Staatsexamen prüfen fast nur Praktiker, deswegen muss auf die Einhaltung von Formalien wie Rubrum, Tenor, Unterschrift etc. unbedingt geachtet werden.

Im nachfolgenden Teil müssen die Kandidaten in vier Prüfungsgesprächen zu je 45 Minuten ihr Können im Zivilrecht, Strafrecht, Öffentlichen recht und dem Schwerpunktbereich unter Beweis stellen. Abgefragt wird das erlernte Wissen aus den vier Stationen des Referendariats. Auch in diesem Teil des zweiten Staatsexamens benötigen Referendare Kommentare und Gesetzestexte, deswegen bietet JurCase hier eine einfache Lösung an. In unserem Angebot für die Mündliche Prüfung kann jeder Referendar kurzfristig und völlig flexibel einzelne Gesetzestexte und Kommentare mieten.

Durchfallquoten in Thüringen

Das Bundesjustizamt hat die statistischen Zahlen zum zweiten Staatsexamen aus 2015 veröffentlicht. Im bundesweiten Durchschnitt liegt Thüringen auf dem neunten Rang und hat sich um 4,4% verbessert. In 2014 lag die Quote noch bei 17,6% und ist nun in 2015 auf 13,2% gesunken.

13,2%

2015