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Referendariat

Halbzeit in der Verwaltungsstation in Hessen

By 27. März 2018Februar 28th, 2022No Comments
Verwaltungsstation

Halbzeit in der Verwaltungsstation in Hessen

In der Verwaltungsstation hat man nur Langeweile? Von wegen…

Die Stationsarbeit und die Examensvorbereitung in Einklang zu bringen, ist gar nicht mal so einfach.

Seit über zwei Monaten befinde ich mich nun in der Verwaltungsstation, die ich beim Rechtsamt in einer Stadt in Hessen absolviere. Die Hauptaufgabe des Rechtsamts besteht u. a. in der Rechtsberatung anderer städtischer Gremien, der Prüfung der Vorlage an den Magistrat und an das Stadtverordnetenparlament und (besonders examensrelevant) der Durchführung der verwaltungsrechtlichen Vorverfahren.

Die Stationsarbeit ist recht abwechslungsreich. Ich habe schon einige Widerspruchsbescheide verfasst und bin auch bei Anhörungen und Stadtverordnetenversammlungen anwesend gewesen.

Ab und an fielen auch sehr exotische Aufgaben für mich an: So durfte ich mich in Grundzügen mal mit der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung beschäftigen oder auch mal einen Geschäftsordnungsentwurf auf seine Rechtmäßigkeit überprüfen. Im Vergleich zu den vorherigen Stationen ist die Einzelausbildung an nicht so strengen Vorgaben gebunden.

Aufgrund der Verschiedenheit der einzelnen Ausbildungsstellen kann die Stationsarbeit sehr unterschiedlich ausgestaltet sein. Ich habe das Glück, dass ich nur für ca. 1-2 Std. wöchentlich zum Rechtsamt muss. Bei anderen Ausbildungsstellen kann es sogar sein, dass man 3 x pro Woche im normalen Tagesstundenumfang eines regulären Sachbearbeiters arbeiten muss.

Zugegebenermaßen ist daher die Stationsarbeit in der Verwaltungsstation nicht so aufwendig wie in der vorherigen Strafstation. Aufgrund der Verschiedenheit der zu behandelnden Rechtsgebiete ist der Arbeitsumfang manchmal nicht genau abzuschätzen, sodass es schon mal vorkommt, dass man an einem Gutachten bis zu einer Woche sitzt.

Das Examen im Nacken

Von Entspanntheit kann ich aber dennoch nicht sprechen. Das schriftliche Examen steht in 10 Monaten an und die Examensvorbereitung stresst einen extrem. Ich schreibe momentan einmal pro Woche eine Klausur und versuche den examensrelevanten Lernstoff aus allen Rechtsgebieten zu wiederholen. Neben der AG- und Stationsarbeit kann ich nicht wirklich verstehen, dass einige Referendare sich während der Verwaltungsstation langweilen. Man darf dabei nicht vergessen, dass letztendlich das schriftliche Examen und nicht die Stationsnote wesentlich ist.

Fokus auf die Examensvorbereitung

Die Verwaltungsstation besteht deshalb nicht nur aus der Stationsarbeit, sondern stellt auch den Beginn der intensiven Examensvorbereitung dar. Während der Verwaltungsstation steht dem Referendar relativ viel Zeit zum Lernen zur Verfügung. Diese sollte man nutzen, denn in der nachfolgenden Anwaltsstation könnte einem diese wertvolle Zeit schon wieder fehlen.  

Bis bald

Eure Mona

 

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Beitragsautor:

Mona

Mona

Mona berichtete uns über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die sie während ihres juristischen Vorbereitungsdienstes gemacht hat.

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