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Ergebnisse der juristischen Staatsprüfungen 2016 – Bundesjustizamt veröffentlicht Zahlen

By 13. Dezember 2017 April 5th, 2018 No Comments
JurCase Staatsexamen

Ergebnisse der juristischen Staatsprüfungen 2016

Aus den Zahlen, die das Bundesjustizamt im November 2017 veröffentlichte, lässt sich entnehmen, dass auch im Jahr 2016 rund 1.500 Prüflinge das zweite juristische Staatsexamen mit Prädikat abgeschlossen haben. Die Note “sehr gut” wurde dabei nur von sechs Prüfungskandidaten erreicht, die Note “gut” erhielten 162 und ein “vollbefriedigend” ist von 1.416 Absolventen erreicht worden. Dies sind insgesamt 18 % der Absolventen, die dann z.B. von Wirtschaftskanzleien heiß umworben werden.

Die besten Chancen auf eine Top-Benotung im 2. Staatsexamen bestehen weiterhin in Hamburg, wo 36,7 % der Kandidaten mit Prädikat abgeschlossen haben – weit über dem Durchschnitt der meisten anderen Bundesländer. Von insgesamt 8.693 Prüflingen haben 7.460 (85,8 %) das 2. Juristische Staatsexamen erfolgreich absolviert – darunter 4.210 Frauen (56,4 %).

Die Ergebnisse für die erste juristische Staatsprüfung zeigen, dass im Jahr 2016 rund 14.000 Prüflinge das 1. juristische Staatsexamen absolviert haben. Die Note “sehr gut” wurde dabei von 22 Prüfungskandidaten erreicht, die Note “gut” erhielten 401 und ein “vollbefriedigend” ist von 1.939 Absolventen erreicht worden. Dies sind insgesamt 16,9 % der Absolventen. Nicht bestanden haben insgesamt 4.082 Examenskandidaten.

Die genaue Verteilung der Noten nach Bundesländern für das erste und zweite Staatsexamen ist in den Tabellen am Ende des Textes dargestellt.

Anteil der weiblichen Nachwuchsjuristinnen weiter steigend

Der Frauenanteil ist wie in den Vorjahren erneut leicht gestiegen. 56,9 % der Examenskandidaten für das 2. Juristische Staatsexamen waren weiblichen Geschlechts. In Sachsen-Anhalt lag der Frauenanteil mit überdurchschnittlichen 67,1 % am höchsten im gesamten Bundesgebiet. Auch bei der 1. Juristischen Staatsprüfung belief sich der Anteil der weiblichen Studierenden auf 57 %. Insgesamt ist die Anzahl der Studierenden, die das 1. Juristische Staatsexamen absolviert haben, von 8.312 auf 9.353 gestiegen – dies bedeutet einen deutlichen Zuwachs um 12 % gegenüber dem Vorjahr.

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Starker Zuwachs der Studierenden im 1. Staatsexamen

Bemerkenswert ist ferner, dass in Bezug auf erfolgreiche Abschlüsse des 1. Staatsexamens, das Jahr 2016 mit 9.353 (Vorjahr: 8.314 Absolventen) erfolgreich absolvierten Examen den stärksten Jahrgang seit 2008 darstellt. Im 2. Staatsexamen blieb dagegen die Anzahl der erfolgreichen Abschlüsse gegenüber dem Vorjahr mit 7.460 Absolventen konstant (Vorjahr: 7.462 Absolventen).

Studiendauer bundesweit relativ einheitlich

Die Absolventen des 1. Staatsexamens im Jahr 2016 studierten im Bundesdurchschnitt rund 11 Semester. Dabei sind statistisch betrachtet die meisten Bundesländer auf einem vergleichbaren Niveau. Während die Studenten in Baden-Württemberg im Mittel nach 10 Semestern ihre Prüfung ablegten, beenden ihre Kommilitonen im Saarland erst nach 12,8 Semestern das Studium. Auch in Bayern, wo die bundesweit meisten Absolventen ihre Prüfung ablegen, dauert das Studium im Mittel 11,3 Semester.

Die folgenden Tabellen zeigen eine Notenübersicht für das erste und zweite Staatsexamen.

Notenübersicht der ersten juristischen Prüfung 2016 – 1. Staatsexamen

Bundesland Geprüfte Kandidaten Sehr Gut Gut Voll befriedigend Befriedigend Ausreichend Nicht bestanden
Baden-Württemberg
1.705
1 (0,1%) 50 (2,9%) 259 (15,2%) 481 (28,2%) 414 (24,3%) 500 (29,3%)
Bayern
3.213
6 (0,2%) 97 (3,0%) 391 (12,2%) 858 (26,7%) 949 (29,5%) 912 (28,4%)
Berlin 787 1 (0,1%) 30 (3,8% 177 (22,5%)
277 (35,2%)
112 (14,2%) 190 (24,1%)
Brandenburg 456 0 (0,0%) 3 (0,7%) 29 (6,4%) 133 (29,2%) 113 (24,8%) 178 (39,0%)
Bremen 165 2 (1,2%) 0 (0,0%) 17 (10,3%) 39 (23,6%) 49 (29,7%) 58 (35,2%)
Hamburg
714
0 (0,0%)
24 (3,4%)
130 (18,2%)
240 (33,6%)
167 (23,4%) 153 (21,4%)
Hessen
1.108
2 (0,2%) 23 (2,1%) 146 (13,2%) 317 (28,6%)
302 (27,3%)
318 (28,7%)
Mecklenburg-Vorpommern 170 0 (0,0%) 3 (1,8%)
13 (7,6%)
26 (15,3%) 61 (35,9%) 67 (39,4%)
Niedersachsen 788 0 (0,0%) 17 (2,2%) 109 (13,8%) 229 (29,1%) 200 (25,4%) 233 (29,6%)
Nordrhein-Westfalen
3.077
7 (0,2%) 94 (3,1%) 438 (14,2%) 838 (27,2%) 739 (24%) 961 (31,2%)
Rheinland-Pfalz 528 1 (0,2%) 16 (3,0%) 72 (13,6%)
176 (33,3%)
135 (25,6%)
128 (24,2%)
Saarland 202 2 (1,0%) 6 (3,0%) 21 (10,4%) 61 (30,2%) 65 (32,2%) 47 (23,3%)
Sachsen 441 0 (0,0%) 15

(3,4%)
39 (8,8%)
94 (21,3%)
137 (31,1%)
156 (35,4%)
Sachsen-Anhalt 212 0 (0,0%) 7 (3,3%)
34 (16,0%)
79 (37,3%) 41 (19,3%) 51 (24,1%)
Schleswig-Holstein 251 0 (0,0%) 10 (4,0%) 37 (14,7%)
59 (23,5%)
61 (24,3%) 84 (33,5%)
Thüringen 194 0 (0,0%) 6 (3,1%) 27 (13,9%) 65 (33,5%)
50 (25,8%)
46 (23,7%)
Gesamt
14.011
22 (0,2%) 401 (2,9%)
1.939 (13,8%)
3.972 (28,3%)
3.595 (25,7%)
4.082 (29,1%)

Notenübersicht im Assessorexamen 2016 – 2. Staatsexamen

Bundesland Geprüfte Kandidaten Sehr Gut Gut Voll befriedigend Befriedigend Ausreichend Nicht bestanden
Baden-Württemberg 837 0 (0,0%) 35 (4,2%) 142 (17,0%) 311 (37,2%) 278 (33,2%) 71 (8,5%)
Bayern 1.387 2 (0,1%) 27 (1,9%) 204 (14,7%) 492 (35,5%) 448 (32,3%) 214 (15,4%)
Berlin 489 0 (0,0%) 22 (2,4%) 228 (24,9%) 375 (40,9%) 163 (17,8%) 128 (14,0%)
Brandenburg 219 0 (0,0%) 0 (0,0%) 13 (5,9%) 94 (42,9%) 58 (26,5%) 54 (24,7%)
Bremen 74 0 (0,0%) 1 (1,4%) 13 (17,6%) 31 (41,9%) 16 (21,6%) 13 (17,6%)
Hamburg 365 2 (0,5%) 13 (3,6%) 119 (32,6%) 140 (38,4%) 40 (11,0%) 51 (14,0%)
Hessen 832 0 (0,0%) 8 (1,0%) 118 (14,2%) 377 (45,3%) 247 (29,7%) 82 (9,9%)
Mecklenburg-Vorpommern 54 0 (0,0%) 1 (1,9%) 5 (9,3%) 18 (33,3%) 22 (40,7%) 8 (14,8%)
Niedersachsen 690 0 (0,0%) 7 (1,0%) 92 (13,3%) 320 (46,4%) 152 (22,0%) 119 (17,2%)
Nordrhein-Westfalen 2.151 2 (0,1%) 37 (1,7%) 332 (15,4%) 850 (39,5%) 606 (28,2%) 324 (15,1%)
Rheinland-Pfalz 283 0 (0,0%) 5 (1,8%) 38 (13,4%) 129 (45,6%) 80 (28,3%) 31 (11,0%)
Saarland 86 0 (0,0%) 1 (1,2%) 12 (14,0%) 29 (33,7%) 32 (37,2%) 12 (14,0%)
Sachsen 249 0 (0,0%) 3 (1,2%) 36 (14,5%) 102 (41,0%) 83 (33,3%) 25 (10,0%)
Sachsen-Anhalt 85 0 (0,0%) 1 (1,2%) 11 (12,9%) 34 (40,0%) 23 (27,1%) 16 (18,8%)
Schleswig-Holstein 355 0 (0,0%) 1 (0,3%) 37 (10,4%) 154 (43,4%) 88 (24,8%) 75 (21,1%)
Thüringen 110 0 (0,0%) 0 (0,0%) 16 (14,5%) 58 (52,7%) 26 (23,6%) 10 (9,1%)
Gesamt 7.460 6 (0,1%) 162 (1,9%) 1.416 (16,3%) 3.514 (40,4%) 2.362 (27,2%) 1.233 (14,2%)

Alle Informationen wurden aufwändig und nach neuestem Informationsstand zusammengetragen. Hast du weitere Informationen, dann schreibe uns gerne an info@jurcase.com.

Weitere Informationen und Statistiken sind auf der Seite des Bundesamt für Justiz zu finden.

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